MYTHOS:

Holzplantagen sind schlecht für die Umwelt.

FAKT:

Verantwortungsvoll bewirtschaftete Plantagen können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den weltweiten Bedarf an Forstptodukten.

Grünes Herz

Holzplantagen sind schlecht für die Umwelt.

Weltweit – überwiegend in Südamerika – wurden bereits 25 Millionen Hektar Wald als Plantagen gepflanzt, was 0,2% der weltweiten Landmasse ausmacht. Es handelt sich hierbei normalerweise um tropische, schnell wachsende Plantagen mit Akazien- und Eukalyptusbäumen, sowie Nadelhölzern.1

Holzplantagen können nachhaltig bewirtschaftet werden. Initiativen, wie die FAO Richtlinien für verantwortungsvolle Forstwirtschaft und Waldzertifizierung, tragen zum Erhalt von Ökosystemen und der Artenvielfalt bei. Sie schützen Wälder mit einem hohem Naturschutzwert, und sie unterstützen die wirtschaftliche Entwicklung.

"Am richtigen Ort und nachhaltig bewirtschaftet, können Holzplantagen den Druck verringern, natürliche Waldgebiete für die Produktion nutzen zu müssen." (WWF, Living Forests Report, Kapital 4)

Zur weltweiten Wiederaufforstung braucht es eine Vielzahl von Wald- und Plantagenvarianten 2:

  • Das WWF „Living Forests“-Modell schätzt, dass bis zum Jahr 2050 aufgrund von Bevölkerungs- und BIP-Wachstum ca. 250 Millionen Hektar Holzplantagen für alle Endverbraucher benötigt werden
  • 11 Millionen Hektar Holzplantagen könnten allein in Europa benötigt werden
  • Die Papierindustrie ist nur eine von vielen Nutzern, wie z.B. die Sägeindustrie und immer häufiger auch die Energiewirtschaft
 
Holzplantagen:
  • Ersetzen in Europa keine natürlichen Wälder
  • Sind produktiver und wachsen schneller als natürliche Wälder
  • Können unabhängig zertifiziert werden
  • Können neuen Erholungsraum bieten
  • Verhindern Bodendegradation und-erosion
  • Können neuen Lebensraum, Schutz und Schatten für Wildtiere bieten
  • Unterstützen die Entwicklung des ländlichen Raums

 

1 Forest in a Green Economy, UNEP, 2011

2 WWF, Living Forests Report, Kapital 4