MYTHOS:

Die Herstellung von Papier verbraucht viel fossile Energie und hat eine schlechte CO2-Bilanz.

FAKT:

Der Großteil der verbrauchten Energie ist erneuerbar. Die Papierindustrie ist nur für einen geringen Anteil des weltweiten CO2-Ausstosses verantwortlich.

Glühbirne

Die Herstellung von Papier verbraucht viel fossile Energie und hat eine schlechte CO2-Bilanz.

Der Zellstoff-, Papier- und Printsektor ist der größte Nutzer erneuerbarer Energie und nur ein geringer Emittent von Treibhausgasemissionen.

Mit rund 1% der weltweiten Treibhausgasemissionen trägt die Zellstoff-, Papier- und Print-Wertschöpfungskette nur wenig zum weltweiten CO2-Ausstoss bei.1 Die österreichische Papierindustrie hat den Ausstoss von fossilem CO2 seit dem Jahr 2000 um fast 20% gesenkt, obwohl die Produktion gleichzeitig um 10% gesteigert wurde.2

Durchschnittlich verbraucht ein Europäer jährlich 200 kg Papier. Für die Herstellung dieser Menge Papier werden ca. 500 Kilowattstunden Strom benötigt. Das ist vergleichbar mit einer Autofahrt von Wien nach Hamburg.3 Die Papierindustrie ist der größte Nutzer erneuerbarer Energie. 54% der in Europa für die Papierherstellung verwendeten Energie basiert auf Biomasse – mehr als in jeder anderen Branche. Zudem speichert Papier den Kohlenstoff aus den Holzfasern über seine gesamte Lebensdauer – und das solange das Papier wiederverwertet werden kann.

Elektronische Medien brauchen Strom und tragen damit zum globalem CO2-Ausstoss bei.

In unserer multimedialen Welt sind verantwortungsvoll produzierte Papier- und Printprodukte eine der nachhaltigsten Möglichkeiten für Kommunikation. Die sorgfältige Nutzung gedruckter und digitaler Medien ermöglicht eine verantwortungsvolle Kommunikation.

 

Papier und Printprodukte stellen eine nachhaltige Form der Kommunikation dar. Elektronische Medien haben einen beachtlichen Energieverbrauch und negative Umweltauswirkungen, die oft unterschätzt werden:
  • Das Versenden einer E-Mail mit einem 400 KB-großen Anhang an 20 Personen entspricht der Nutzungdauer einer 20 Watt Energiesparlampe von einer Stunde und 40 Minuten.4
  • 100 Google-Suchen entsprechen dem Bügeln eines T-Shirts, was wiederum einem Ausstoß von 20 g CO2 entspricht.5
  • Der durchschnittliche Energieverbrauch bei der typischen Nutzung der Google Suchmaschine beträgt ca. 180 Wattstunden pro Monat. Dies entspricht dem Brennen einer 20 Watt Energiesparlampe für 10 Stunden.6
  • Elektro- und Elektronikabfall ist eine der am schnellsten wachsenden Abfallfraktionen und wegen des Gehalts an giftigen Inhaltsstoffen oft Sondermüll.

1 World Resources Institute, Juli 2009

2 Austropapier Nachhaltigkeitsbericht 2013

3 Paper and the Environment, ATS Consulting, August 2007

4 BBC Costing The Earth, Global Warming, April 2009

5 Google Green, 2013

European Declaration on Paper Recycling 2011-2015, Monitoring Report 2012